Sicherer Kauf auf Rechnung
Direkter Kauf beim Fachhandel
Kostenloser Versand ab 45€ ✓
02561866 7 559 Mo-Fr. 09:00 - 17:00 Uhr
 

threema die Antwort auf WhatsApp

Threema: aufgehender Stern am Nachrichtenhimmel

Auch bei Start-ups verdoppeln sich Userzahlen gewöhnlich nicht an einem Tag. Doch NSA-Affäre und WhatsApps Übernahme durch Facebook vertreiben Threema als Produkt der Kasper Systems GmbH derzeit wie geölt. Noch bleibt WhatsApp mit über 30 Millionen Usern jedoch die führende App für Kurznachrichten in Deutschland. Allerdings zählt Threema derzeit zu den begehrtesten Bezahlprogrammen in Apples Downloadportal. Threema verzeichnet dabei vier von fünf Neuinstallationen aus Deutschland. Das Schweizer Start-up führt sein erfreuliches Umsatzplus lapidar auf ein geschärftes Nutzerbewusstsein für eine geschützte Privatsphäre zurück.

Die Schweiz wird nicht Amerika

Threema sendet verschlüsselte Nachrichten. Viele Anwender verbinden damit die fromme Hoffnung, stets unüberwachte Kommunikation zu genießen. Außerdem gehen mit WhatsApps Übernahme die User-Mobilnummern an Facebook, dessen Datenschutz seit einiger Zeit stets dubioser erscheint. Der Schweizer Nachrichtenübermittler hingegen betreibt seine Server ausschließlich in seiner Heimat. Damit unterwirft sich Kasper Systems dem drakonischen europäischen Datenschutzrecht. Somit greifen insbesondre US-Geheimdienste nicht derart einfach auf Nutzerdaten und Kommunikation zu wie bei WhatsApp.

Verschlüsselung - Threemas Schlüssel zum Erfolg

Natürlich bleibt absolute Vertraulichkeit in der Realität ein Traum: NSA & Co. nutzen vielfältige technische Lücken, die sich nicht um Gesetze scheren. Allerdings widersetzt sich eine abgefangene Threema-Nachricht ihrem unberechtigten Lesen: Threema nutzt Ende-zu-Ende-Kryptografie, sodass nur das Sendergerät verschlüsselt und nur das Empfängerdevice entschlüsselt. Damit liest auch der Betreiber nicht mit. Außerdem verschlüsselt die App asymmetrisch: Sender und Empfänger brauchen keinen gemeinsamen Geheimschlüssel, wohingegen geteilte Geheiminformation ein System stets schwächt. Weiterhin chiffriert Threema jede Nachricht mit einem neuen Schlüssel, den nur das Sendergerät kennt: Ein gestohlener Schlüssel entschlüsselt also keine Folgenachrichten. Obendrein nutzt Threema mit der Elliptic-Curve-Cryptography (ECC) ein trickreiches Verfahren, das bei Threemas Schlüssellänge von 255 Bit mit RSA-Verschlüsselung zu 2.048 Bit gleichzieht (csrc.nist.gov/publications/nistpubs/800-57/sp800-57_part1_rev3_general.pdf). Damit entschlüsselt ein Angreifer eine Nachricht bestenfalls mit extremem Aufwand, der sich bei unauffälligen Nutzern verbietet.

Alpine Zurückhaltung

WhatsApp und andere Facebook-Apps gleichen gerne Nutzerdaten wie eigene Mobilnummer und Adressbücher über vermeintliche Komfortfunktionen als Standard ab (Wer kennt wen?). Threema hingegen installiert sich mit deaktiviertem Abgleich. Langfristig zieht wohl auch jene Unaufdringlichkeit viele Nutzer von WhatsApp zu Threema. Allerdings arbeitet die Züricher App nach Installation zunächst ungesperrt, sodass Smartphone-Diebe etwaige Chats nachlesen. Dagegen schalten wir eine Sperre mit einem vierstelligen Code ein.

Vorteile und Nachteile

Im direkten Vergleich von WhatsApp und Threema fallen einige wesentliche Unterschiede zwischen den Kontrahenten auf. Noch behandelt Threema sowohl BlackBerry als auch Windows Phone stiefmütterlich. Dafür kennt die Schweizer App im Sinne geschützter Privatheit keine Statusmeldungen („bin daheim“). Weiterhin erfordert Threemas Kommunikationssicherheit zunächst einen unvermeidlichen Startaufwand, den Sicherheitsbedürftige jedoch gerne betreiben. Dafür passieren Nachrichten die Schweizer Betreiberserver ausschließlich verschlüsselt.
   

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Sehr guter Beitrag

    Auch ich nutze Threema und bin in puncto Sicherheit begeistert.
    Was noch stört ist allerdings ide Tatsache, dass Threema nicht Open-Source ist, und man somit nicht prüfen kann, wie sicher Threema wirklich ist.